Archiv

Das Archiv der "Sonntagsmusiken" bietet Informationen über die Konzerte ab Herbst 2011.

558. SONNTAGSMUSIK

02.12.2018 | 11.00

GEMISCHTES

Musica Alta Ripa

Danya Segal (Blockflöte), Anne Röhrig (Violine), Ulla Bundies (Violine), Klaus Bundies (Viola), Albert Brüggen (Violoncello), Jacques van der Meer (Kontrabass), Bernward Lohr (Cembalo)

Sonaten, Concerti und Sinfonien von Georg Philipp Telemann und Carl Philipp Emanuel Bach

 

Künstlerisch hohes Niveau, Farbenreichtum in der Interpretation, Flexibilität der Besetzung sowie Attraktivität des Repertoires haben das Ensemble Musica Alta Ripa zum regelmäßigen Gast bedeutender Podien und Festivals gemacht. Seine CD-Produktionen wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem DIAPASON D`OR, dem Cannes Classical Award und dreimal mit dem ECHO Klassik. 2003 begann die Veröffentlichung eines Zyklus mit Konzerten und Kammermusik von Georg Philipp Telemann, dessen erste Folge ebenfalls einen ECHO Klassik erhielt. Im Konzert stellt Musica Alta Ripa Kompositionen aus dem Telemann-CD-Zyklus vor (z.B. Blockflötenkonzert C-Dur). Außerdem erklingen Kompositionen von Carl Philipp Emanuel Bach, dem Patensohn Telemanns und Nachfolger als Musikdirektor und Kantor in Hamburg (Violoncellokonzert A-Dur).

557. SONNTAGSMUSIK

04.11.2018 | 11.00

 

GEDRUCKTES

 

La Ninfea

Barbara Heindlmeier (Blockflöte), Katharina Holzhey (Diskantgambe, Viola da gamba), Johannes Gontarski (Theorbe), Andreas Küppers (Cembalo)

Sonaten von Georg Philipp Telemann und A. H. Schultze

 

Vermutlich 1704 veröffentlichte der Amsterdamer Verleger Estienne Roger sechs Sonaten für Blockflöte und Basso continuo von einem gewissen „A. H. Schultzen“. Es könnte sich dabei um Andreas Heinrich Schultze handeln, der im selben Jahr wie Telemann zur Welt kam und ab 1706 in Hildesheim als Organist an der Lamberti-Kirche wirkte. Die VI Sonate a Flauto Solo Con Cimbalo o Vero Fagotto del Signore A. H. Schultzen sind interpretatorisch anspruchsvolle, italienisch beeinflusste Stücke mit beweglicher Bassstimme. Das Ensemble La Ninfea stellt ihnen verschieden besetzte Sonaten Telemanns zur Seite, unter anderem zwei aus der um 1726 in Hamburg selbstverlegten Sammlung Essercizii Musici. Die preisgekrönten jungen Musiker arbeiteten bei zahlreichen Projekten mit namhaften Interpreten der Alten Musik zusammen, was sie schließlich veranlasste, ein eigenes Ensemble zu gründen. Die zwei neuesten CDs von La Ninfea, darunter die Sonaten von Schultze, sind beim Label Raumklang erschienen.

556. SONNTAGSMUSIK

07.10.2018 | 11.00

SOLISTISCHES

Verena Fischer (Traversflöte), Léon Berben (Cembalo)

Sonaten und Fantasien von Georg Philipp Telemann, Michel Blavet und Jean-Marie Leclair

 

Verena Fischer und Léon Berben waren einst feste Mitglieder der legendären Musica Antiqua Köln unter der Leitung von Reinhard Goebel. Konzerte mit diesem Ensemble führten beide in die USA und Kanada, nach Südamerika, Asien, Israel und in alle Länder Europas. Seit der Auflösung des Ensembles verfolgen die Musiker eine ausge­dehnte Solo-Karriere, die Auftritte bei renommierten internationalen Festivals einschließt. Zu ihren Kammermusikpartnern gehört u.a. das Concerto Melante, ein Ensemble der Berliner Philharmoniker. In Mag­deburg bringen Verena Fischer und Léon Berben Werke von Georg Philipp Telemann und seinen französischen Zeitgenossen zu Gehör, darunter Ausschnitte aus Telemanns Sammlungen mit Fantasien für verschiedene Soloinstrumente. Für Liebhaber feinsinnig-eleganter Kammermusik ist dieses Konzert ein Muss!

 

555. Sonntagsmusik

02.09.2018 | 11.00

HEITERES

La capricciosa e il credulo

Die Geliebte Eigensinnige und der Leicht-gläubige Liebhaber

Intermezzi TVWV 21:16

mit Musik von Georg Philipp Telemann

 

Halbszenische Aufführung

 

Julia Giebel (Sopran), Dominik Köninger (Bariton),

Daniela Braun, Peter Wünnenberg (Violine), Mladen Somboraç (Viola), Inken Ewertsen (Violoncello), Jesper Ulfenstedt (Kontrabass), Thomas Ihlenfeldt (Theorbe), Lutz Kohl (Cembalo)

 

Dass Telemann, der Autor des PIMPINONE (Hamburg 1725), des bedeutendsten Intermezzos seiner Epoche, im selben Jahr ein weiteres dreiteiliges „Zwischen-Spiel“ folgen ließ, ist kaum bekannt. Wieder griffen er und der Textdichter Johann Philipp Praetorius auf ein italienisches Stück von 1708 zurück, dessen subversive Handlung genauso verstörend wirkte, wie das Treiben der listigen Vespetta in PIMPINONE. In der zeitlosen Gender-Komödie LA CAPRICCIOSA E IL CREDULO, Die Geliebte Eigensinnige und der Leicht-gläubige Liebhaber wird Burlotto, ein junger Draufgänger, durch seine Angebetete mittels mehrerer Prüfungen domestiziert. Aufsehen erregte die Fechtszene im dritten Intermezzo. Als junger Husar verkleidet, besiegt Brunette ihren Liebhaber in drei Sätzen. Schon in den 1930er Jahren wurden bei Quellenstudien zur Hamburger Oper vier der insgesamt sechs Arien gefunden; Grund genug, diese beispiellose Gaudi, musikalisch ergänzt, endlich wieder zur Aufführung zu bringen.

 

554. SONNTAGSMUSIK

08.04.2018 | 11.00

AUSGEZEICHNET UND INTERNATIONAL 

Kammermusik von Georg Philipp Telemann und seinen Zeitgenossen

Marian Dijkhuizen (Sopran), Liv Heym (Violine), Hyngun Cho (Violoncello), Jean-Christophe Dijoux (Cembalo)

Erstmals lobte die Melante-Stiftung Magdeburg beim 9. Internationalen Telemann-Wettbewerb 2017 einen Sonderpreis aus: ein Konzert im Rahmen der Reihe „Sonntagsmusik“. Mit ihm wurde die niederländische Mezzosopranistin und zweite Preisträgerin des Wettbewerbs Marian Dijkhuizen geehrt. Im Konzert musizieren weitere Preisträger vergangener Telemann-Wettbewerbe: Die Berlinerin Liv Heym gewann u.a. den Publikumspreis des 8. Internationalen Telemann-Wettbewerbs (2015), der Franzose Jean-Christoph Dijoux erhielt beim 7. Telemann-Wettbewerb den Preis für das beste und stilgerechte Generalbassspiel und Hyngun Cho aus Südkorea war Mitglied des Ensembles, das 2013 mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurde. Ein internationaler Abschluss der „Sonntagsmusik“-Saison!

Ein Konzert der Melante-Stiftung Magdeburg

Achtung: Das Konzert findet am zweiten Sonntag im Monat statt.

 

553. SONNTAGSMUSIK

04.03.2018 | 11.00

DUO ̵ TRIO ̵ CONCERTO

Ausschnitte aus der Sammlung Essercizii Musici von Georg Philipp Telemann

Neumeyer Consort, Leitung: Felix Koch 

Felix Koch ist in Magdeburg als versierter Ensembleleiter bekannt, der im Umfeld der Magdeburger Telemann-Festtage die beliebten „Telemann für Schüler“-Konzerte leitet. Gemeinsam mit dem Neumeyer Consort gestaltet er eine „Sonntagsmusik“ mit Instrumentalwerken Telemanns, darunter auch die Suite für zwei Violinen TWV 40:108, deren Sätze an Episoden aus Jonathan Swifts „Gullivers Reisen“ anknüpfen und Telemanns Gespür für musikalische Komik zeigen. Das Neumeyer Consort ist „Ensemble in Residence“ der Frankfurter Kaisersaalkonzerte und erhält, neben Rundfunk- und Fernseh- und CD-Produktionen, Konzerteinladungen internationaler Festivals. Seine Mitglieder unterrichten an der Hochschule für Musik Mainz.

552. SONNTAGSMUSIK

04.02.2018 | 11.00

MIT FREUDIGEN JUBELTÖNEN

Georg Philipp Telemann: Geistliche Arien und Instrumentalwerke

Gudrun Sidonie Otto (Sopran), Eleonora Bisevic (Traversflöte), Gertrud Ohse (Violoncello), Karl Nyhlin (Theorbe, Laute), Jan Weinhold (Cembalo, Orgel)

Zum wiederholten Mal widmet sich die international gefragte Sopranistin Gudrun Sidonie Otto geistlichen Arien aus einem Jahrgang, den Telemann 1727 in einem Hamburger Verlag veröffentlichte. Der Jahrgangsdruck hält für jeden Sonn- und Festtag des Kirchenjahres zwei Arien bereit. Diese eindrücklichen und affektvollen, vom Basso continuo begleiteten Arien waren moderne Andachtsmusik und überzeugen durch unterschiedliche kompositorische Ideen. Im Konzert erklingen Arien für die Zeit nach Epiphanias und außerdem instrumentale Kammermusik von Telemann.

 

 

551. SONNTAGSMUSIK

07.01.2018 | 11.00

HAUPTSÄCHLICH DIE VIOLINE WOHL TRACTIERT

Sololiteratur für Violine von Georg Philipp Telemann, Johann Schop, Jean-Baptiste Lully, Arcangelo Corelli, Georg Friedrich Händel und anderen

Chistoph Mayer (Violine)

Bei diesem Violin-Recital ist einer der renommiertesten Kammermusiker der Alten Musik zu erleben: Christoph Mayer wirkte in führenden deutschen Barockorchestern wie der Musica Antiqua Köln, dem Schuppanzigh Quartett und dem Ensemble Musica ad Rhenum mit. Er konzertierte als Kammermusiker in der Styriarte Graz, der Londoner Wigmore Hall, der Berliner Philharmonie und bei den Schwetzinger Festspielen. Als Spezialist für historische Aufführungspraxis leitet er Seminare und Kurse, darunter Meisterkurse am Staatlichen Glinka Konservatorium in Nischni Nowgorod. Er ist ständiger Gastdirigent des städtischen Kammerorchesters Nizhny Novgorod Soloists und seit 2009 künstlerischer Leiter des dortigen Festival Baroque & Classic.

 

550. SONNTAGSMUSIK

03.12.2017 | 11.00

im Rahmen des Telemann-Jahres 2017

Telemann 2017

NUN KOMM DER HEIDEN HEILAND

Georg Philipp Telemann: „Nun komm der Heiden Heiland“ TVWV 1:177. Missa brevis über „EIn Kindelein, so löbelich“ TVWV 9:5, „Singet dem Herrn ein neues Lied“ TVWV 7:30 und andere Werke

Ensemble Polyharmonique: Gabriele Hierdeis – Sopran, Alexander Schneider – Alt, Raphael Höhn – Tenor, Matthias Lutze – Bass

Juliane Laake (Viola da gamba), Barockorchester Orkiestra Historyczna Katowice, Leitung: Alexander Schneider

Das Programm stellt Kirchenmusiken Telemanns zur Advents- und Weihnachtszeit in den Mittelpunkt, darunter die Musik zum ersten Advent aus einem für die protestantische Kirchenmusik wichtigen und maßstabgebenden kirchenmusikalischen Jahrgang, dem Geistlichen Singen und Spielen von 1710/11. Die Messe (Kyrie und Gloria) über das Weihnachtslied „Ein Kindelein so löbelich“ und die wirkungsvolle Psalmvertonung „Singet dem Herrn ein neues Lied“ nehmen musikalisch schon die Weihnachtsbotschaft voraus. Die Musiker sind Meister ihres Faches, allesamt Spezialisten historisch informierter Aufführungspraxis – auch das Sängerensemble unter der Leitung des international gefragten Countertenors Alexander Schneider fühlt sich in der Musik des 18. Jahrhunderts zu Hause.

549. SONNTAGSMUSIK

05.11.2017 | 11.00

im Rahmen des Telemann-Jahres 2017

Telemann 2017

FRÖSCHE, KRÄHEN UND DORFMUSIKANTEN 

Ouverturensuiten von Georg Philipp Telemann für zwei Hörner, zwei Oboen und Fagott/Basso continuo, Alsterouverture TWV 55:F11 in der Besetzung für vier Hörner, vier Oboen und zwei Fagotte 

L'Orfeo Bläserenseble

Carin van Heerden, Philipp Wagner, Anabel Röser, Thomas Meraner (Oboe), Nikolaus Broda, Makiko Kurabayashi (Fagott), Stephan Katte, Sebastian Fischer, Jens Pribbernow, Achim Schmid-Egger (Horn), Leitung: Carin van Heerden 

Das L’Orfeo Bläserensemble gastiert in außergewöhnlich opulenter Besetzung (4 Oboen, 4 Hörner, 2 Fagotte, Cembalo). Es erklingen Bläsermusiken von Georg Philipp Telemann, darunter die bekannte Alsterouverture, deren tonmalerische Sätze zum Beispiel das Musizieren von Dorfmusikanten und ein Konzert von Fröschen und Krähen imitieren. Diese und andere vermutlich als Freiluftmusik entstandenen Kompositionen stehen im Zentrum eines CD-Projektes, dessen Tonaufnahmen im Umfeld des Konzerts stattfinden. Die Musiker sind Mitglieder des international agierenden L’Orfeo Barockorchesters, das 2012 Telemanns Oper Miriways in Magdeburg präsentierte. Carin van Heerden leitet das Institut für Alte Musik und Aufführungspraxis der Privatuniversität in Linz und war Jurorin beim 8. Internationalen Telemann-Wettbewerb 2015.