Archiv

Das Archiv der "Sonntagsmusiken" bietet Informationen über die Konzerte ab Herbst 2011.

550. SONNTAGSMUSIK

03.12.2017 | 11.00

im Rahmen des Telemann-Jahres 2017

Telemann 2017

NUN KOMM DER HEIDEN HEILAND

Georg Philipp Telemann: „Nun komm der Heiden Heiland“ TVWV 1:177. Missa brevis über „EIn Kindelein, so löbelich“ TVWV 9:5, „Singet dem Herrn ein neues Lied“ TVWV 7:30 und andere Werke

Ensemble Polyharmonique: Gabriele Hierdeis – Sopran, Alexander Schneider – Alt, Raphael Höhn – Tenor, Matthias Lutze – Bass

Juliane Laake (Viola da gamba), Barockorchester Orkiestra Historyczna Katowice, Leitung: Alexander Schneider

Das Programm stellt Kirchenmusiken Telemanns zur Advents- und Weihnachtszeit in den Mittelpunkt, darunter die Musik zum ersten Advent aus einem für die protestantische Kirchenmusik wichtigen und maßstabgebenden kirchenmusikalischen Jahrgang, dem Geistlichen Singen und Spielen von 1710/11. Die Messe (Kyrie und Gloria) über das Weihnachtslied „Ein Kindelein so löbelich“ und die wirkungsvolle Psalmvertonung „Singet dem Herrn ein neues Lied“ nehmen musikalisch schon die Weihnachtsbotschaft voraus. Die Musiker sind Meister ihres Faches, allesamt Spezialisten historisch informierter Aufführungspraxis – auch das Sängerensemble unter der Leitung des international gefragten Countertenors Alexander Schneider fühlt sich in der Musik des 18. Jahrhunderts zu Hause.

549. SONNTAGSMUSIK

05.11.2017 | 11.00

im Rahmen des Telemann-Jahres 2017

Telemann 2017

FRÖSCHE, KRÄHEN UND DORFMUSIKANTEN 

Ouverturensuiten von Georg Philipp Telemann für zwei Hörner, zwei Oboen und Fagott/Basso continuo, Alsterouverture TWV 55:F11 in der Besetzung für vier Hörner, vier Oboen und zwei Fagotte 

L'Orfeo Bläserenseble

Carin van Heerden, Philipp Wagner, Anabel Röser, Thomas Meraner (Oboe), Nikolaus Broda, Makiko Kurabayashi (Fagott), Stephan Katte, Sebastian Fischer, Jens Pribbernow, Achim Schmid-Egger (Horn), Leitung: Carin van Heerden 

Das L’Orfeo Bläserensemble gastiert in außergewöhnlich opulenter Besetzung (4 Oboen, 4 Hörner, 2 Fagotte, Cembalo). Es erklingen Bläsermusiken von Georg Philipp Telemann, darunter die bekannte Alsterouverture, deren tonmalerische Sätze zum Beispiel das Musizieren von Dorfmusikanten und ein Konzert von Fröschen und Krähen imitieren. Diese und andere vermutlich als Freiluftmusik entstandenen Kompositionen stehen im Zentrum eines CD-Projektes, dessen Tonaufnahmen im Umfeld des Konzerts stattfinden. Die Musiker sind Mitglieder des international agierenden L’Orfeo Barockorchesters, das 2012 Telemanns Oper Miriways in Magdeburg präsentierte. Carin van Heerden leitet das Institut für Alte Musik und Aufführungspraxis der Privatuniversität in Linz und war Jurorin beim 8. Internationalen Telemann-Wettbewerb 2015.

548. SONNTAGSMUSIK

01.10.2017 | 11.00

im Rahmen des Telemann-Jahres 2017

Telemann 2017

CORELLISIERENDES UND TELEMANNISCHES 

Georg Philipp Telemann: Sonates Corellisantes, Fantasien für Violine solo und Cembalo solo, Arcangelo Corello: Triosonaten aus Sonate a tre op. 3

Leipziger Barockconsort

Konstanze Beyer, Liv Heym (Violine), Kathrin Sutor (Violoncello), Cornelia Osterwald (Cembalo)

Mitte der 1730er Jahre veröffentlichte Telemann in Hamburg die Sonates Corellisantes, die „Corellisierenden Sonaten“, für zwei Violinen oder zwei Traversflöten, mit denen er seine künstlerische Referenz an einen der bedeutendsten italienischen Violinisten und Komponisten zum Ausdruck bringt. Diese Sonaten Telemanns und die des älteren „Vorbildes“ stehen im Mittelpunkt des Konzertes des Leipziger Barockconsorts, dessen Mitglieder allesamt im Leipziger Barockorchester musizieren, einer ausgezeichneten Adresse für historisch informierte Aufführungen von Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Orchester fungiert seit mehreren Jahren als Begleitensemble im Finale des Internationalen Telemann-Wettbewerbes Magdeburg sowie seit 1998 in gleicher Funktion im Finale des Internationalen Bachwettbewerbes.

547. SONNTAGSMUSIK

03.09.2017 | 11.00

im Rahmen des Telemann-Jahres 2017

Telemann 2017

VIRTUOSES MITEINANDER 

Kammermusik von Georg Philipp Telemann, Johann Joachim Quantz, Louis Couperin, Antonio Vivaldi und Domenico Scarlatti

Dorothee Oberlinger (Blockflöte), Xenia Löffler (Blockflöte, Oboe), Peter Kofler (Cembalo)

Fulminant starten die Sonntags­musiken in ihre neue Saison: Die Botschafterin des Tele­mannstädte-Netzwerkes 2017 Dorothee Ober­linger, eine der weltbe­rühmten Block­flötis­tin­nen der Gegenwart, Professorin und Leiterin des Instituts für Alte Musik an der Uni­versität Mo­zarteum Salzburg sowie mehrfache ECHO-Preis­trägerin, bietet mit ihren Kolle­gen ein Programm, das ganz auf den kammermusikalischen Cha­rakter der Konzert­reihe abge­stimmt ist. Es enthält Solo­fantasien sowie Sonaten für ein oder zwei Instru­men­te und Basso continuo. Xenia Löffler, Solo-Oboistin der Akademie für Alte Musik Berlin, und der Münchner Organist und Cembalist Peter Kofler sind eben­falls international anerkannte Spezialisten ihres Faches.

 

546. SONNTAGSMUSIK - EXKLUSIV

02.04.2017 | 11.00

im Rahmen des Telemann-Jahres 2017

Telemann 2017

KAMMERMUSIK DEUTSCHER KOMPONISTEN

Kammermusik von Georg Philipp Telemann, Georg Friedrich Händel, Johannes Schenck, Johann Adolf Hasse und Johann Sebastian Bach

Michael Schneider (Blockflöte), Christian Zincke (Viola da gamba), Annette Schneider (Violoncello), Sabine Bauer (Cembalo)

 

Das Programm gewährt Einblicke in die Vielfarbigkeit deutscher Kammermusik des 18. Jahrhunderts am Beispiel von Trio- und Solosonaten. So erklingen Telemanns Trio F-Dur für Blockflöte, Viola da gamba und Basso continuo (TWV 42:F3) aus den Essercizii musici sowie das von Elementen verschiedener nationaler Musikstile durchwirkte Trio d-Moll (TWV 42:d7), virtuose Blockflötensonaten von Georg Friedrich Händel (HWV 367a) und Johann Adolf Hasse, eine Suite für Gambe solo des Düsseldorfer Hofmusikers Johannes Schenck und schließlich die Sonate BWV 1028 von Johann Sebastian  Bach in der Fassung für Voiceflute, Viola da gamba und Basso continuo.
Es musizieren der ausgewiesene Spezialist für das Œuvre Telemanns und Telemann-Preisträger des Jahres 2000 Michael Schneider sowie weitere international renommierte Interpreten der Alten Musik – allesamt Mitglieder des angesehenen Ensembles La Stagione Frankfurt, das bereits mehrfach auch bei den Telemann-Festtagen in Magdeburg zu Gast war.

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Michael Schneider (Blockflöte)

 

545. SONNTAGSMUSIK – EXKLUSIV

05.03.2017 | 11.00

im Rahmen des Telemann-Jahres 2017

Telemann 2017

GEISTLICHE KAMMERMUSIK

Geistliche Vokalwerke und Kammermusik von Georg Philipp Telemann

Klaus Mertens (Bass), Thomas Fritzsch (Viola da gamba), Stefan Maass (Laute),
Michael Schönheit (Orgel)

 

Anlässlich des 250. Todestages von Georg Philipp Telemann wird am 4. März in Magdeburg das Telemann-Jahr 2017 eröffnet. Bis zum Jahresende sind zahlreiche Veranstaltungen insbesondere in Telemannstädten Deutschlands, Polens und Frankreichs dem Werk Telemanns gewidmet. In Magdeburg gastiert aus diesem Anlass der weltberühmte Oratorien- und Liedsänger Klaus Mertens, der 2016 mit dem Telemann-Preis der Stadt Magdeburg geehrt wurde. Er präsentiert kleinbesetzte geistliche Musik Telemanns, darunter Ausschnitte aus einem musikalischen Jahrgang mit Geistlichen Arien (Hamburg 1727) und Lieder aus dem Fast allgemeinen Evangelisch-Musicalischen Lieder-Buch (Hamburg 1733). Thomas Fritzsch bringt einige Fantasien für Viola da gamba zu Gehör, die er bei den 23. Magdeburger Telemann-Festtagen 2016 erstmals der Öffentlichkeit darbot. Bis dahin galten diese Werke, die Telemann 1735 in seinem Hamburger Verlag herausgab, als verschollen. Gewandhausorganist Michael Schönheit und der angesehene Lautenist Michael Maass, der unter anderem mit Thomas Quasthof und Daniel Hope musizierte, sind solistisch und als einfühlsame Continuospieler zu erleben.

Klaus Mertens
Klaus Mertens (Bass)

Thomas Fritzsch
Thomas Fritzsch (Viola da gamba)

544. SONNTAGSMUSIK

05.02.2017 | 11.00

DIE DREI GROSSEN

Werke von Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel

KS Undine Dreißig (Mezzosopran), Tilman Schneider (Trompete), Beate Schneider (Querflöte), Henning Ahlers (Oboe), Yoichi Yamashita (Violine), Reinhard Seehafer (Cembalo) und das Rossini-Quartett Magdeburg: Marco Reiß (Violine), Ingo Fritz (Violine, Viola), Marcel Körner (Violoncello), Wolfram Wessel (Kontrabass)

 

Das Rossini-Quartett Magdeburg ist seit 2012 offizieller „Kulturbotschafter der Landeshauptstadt Magdeburg“. So versteht es sich fast von selbst, dass das Ensemble auch für das Telemann-Jahr 2017 ein besonderes Programm konzipiert hat, mit dem es in Magdeburg und verschiedenen weiteren Orten an den 250. Todestag des gebürtigen Magdeburger Komponisten erinnern wird. Werke Telemanns stehen also im Mittelpunkt, wie zum Beispiel die virtuose Sonate D-Dur für Trompete, Streicher und Basso continuo (TWV 44:1) sowie Solokonzerte für Querflöte und Oboe. Darüber hinaus erklingen Kompositionen zwei seiner bedeutenden deutschen Zeitgenossen, wie etwa das zweite Brandenburgische Konzert (BWV 1047) von Johann Sebastian Bach und Arien von Georg Friedrich Händel. Langjährige Gäste des Ensembles sind auch in dieser Sonntagsmusik zu erleben, so die Kammersängerin Undine Dreißig und weitere Solisten, zumeist wie die „Rossinis“ ebenfalls Musiker der Magdeburgischen Philharmonie. Sie geben zugleich einen musikalischen Vorgeschmack auf die traditionsreiche Konzertreihe entlang der Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt, die das Ensemble 2017 zum 15. Mal gestaltet.

Rossini-Quartett
Rossini-Quartett Magdeburg

543. SONNTAGSMUSIK

08.01.2017 | 11.00

VERMISCHTES

Kompositionen von Georg Philipp Telemann, Johann Adolph Hasse und Jean-Féry Rebel

Neue Pohlnische Capelle (Mitglieder des Michaelis Consorts und des Ensembles Musicarius): Moritz Görg (Trompete), Uwe Ulbrich, Mikolaj Zgolka (Violine), Piotr Chrupek (Viola), Katharina Litschig (Violoncello), Felix Görg (Violone), Julia Chmielewska-Ulbrich (Cembalo)

 

Die Musiker der Neuen Pohlnischen Capelle sind in Deutschland und Polen beheimatet. In seinem Namen und in seiner künstlerischen Arbeit nimmt das Ensemble Bezug auf die von August II., König von Polen (als sächsischer Kurfürst Friedrich August I.) in Warschau gegründete „Pohlnische Capelle“. Eine kleine vom Ensemble konzipierte Ausstellung wird über die sächsisch-polnische Union und die Kunst in dieser Zeit informieren.

Das Programm macht mit verschiedenen nationalen Musikstilen bekannt, die Telemann in besonderer Weise in seine europäische Musiksprache integrierte. Telemanns Zeitgenossen erkannten in diesem schöpferischen Prinzip das Ideal des „vermischten Geschmacks“ in der Musik. Es erklingen die Ouverturensuite D-Dur für Trompete, Streicher und Basso continuo (TWV 55:D8), das bekannte Trompetenkonzert TWV 51:D7 und das originelle „Concerto alla Polonese“ (TWV 43:G7), außerdem die Sinfonia g-Moll aus opus 6 des „deutschen Italieners“ und langjährigen Dresdner Hokapellmeisters Johann Adolf Hasse sowie die Suite Les caractères de la danse des französischen Komponisten Jean-Féry Rebel. 

Moritz Görg
Moritz Görg (Trompete)

Neue Pohlnische Capelle
Neue Pohlnische Capelle

542. SONNTAGSMUSIK

04.12.2016 | 11.00

TELEMANN & LA FRANCE

Virtuose Kammermusik von Georg Philipp Telemann und seinen französischen Zeitgenossen Joseph Bodin de Boismortier, Jean Joseph Cassanea de Mondonville, Jean-Marie Leclair sowie Michel Blavet

Ensemble Diderot: Kristen Huebner (Traversflöte), Johannes Pramsohler (Violine), Roldán Bernabé (Violine), Gulrim Choi (Violoncello), Philippe Grisvard (Cembalo), Leitung: Johannes Pramsohler

 

Das 2008 von Johannes Pramsohler gegründete Ensemble Diderot ist in Paris beheimatet und widmet sich als Spezialensemble auf Originalinstrumenten vordergründig der Aufführung und Erforschung des Triosonaten-Repertoires aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Johannes Pramsohler, der beim 6. Internationalen Telemann-Wettbewerb 2011 in Magdeburg für sein exzellentes Violinspiel mit einem Preis ausgezeichnet wurde, hat sich zu einem der vielseitigsten Musiker seines Fachs entwickelt.
Das Ensemble gastiert in Magdeburg mit einem Programm, das Telemanns Concerto A-Dur für zwei Violinen in scordatur (mit umgestimmten Saiten, TWV Anh. 42:A1) und das Quatuor e-Moll (TWV 43:e2) aus der Musique de table sowie Kompositionen französischer Zeitgenossen enthält. Dazu zählt unter anderem ein Konzert des Flötenvirtuosen Michel Blavet, der allein 12 Exemplare der Musique de table subskibierte und zu den ersten Interpreten von Telemanns Nouveaux Quatuors (auch bekannt als Pariser Quartette) gehörte. Telemann seinerseits war ein großer Verehrer und Nachahmer des französischen Musikstils und unternahm 1737/38 eine erfolgreiche Reise nach Paris.

Ensemble Diderot
Ensemble Diderot

541. SONNTAGSMUSIK

06.11.2016 | 11.00

FÜHRWAHR, IHR SEID DOCH OCHSENMÄSSIG DUMM

Kompositionen von Georg Philipp Telemann und Christoph Ludwig Fehre, darunter die sogenannte Kanarienvogel-Kantate und die Kantate Der Schulmeister

Gotthold Schwarz (Bass), Grundschüler des forum thomanum (Leipzig), Sächsisches Barockorchester

 

Der international gefeierte Bariton Gotthold Schwarz, ausgewiesener Spezialist für Alte Musik und seit Juni 2016 Leipziger Thomaskantor, rückt weltliche Vokalmusik in den Mittelpunkt seines Konzertes. Dazu zählt neben der heiter-ironischen Trauer-Music eines kunsterfahrenen Canarienvogels, als derselbe zum größten Leidwesen seines Herrn Possessoris verstorben auch die bekannte Schulmeister-Kantate, in der ein mäßig talentierter, hauptsächlich selbstverliebter Kantor während der Singe-Stunde karikiert wird. Lange Zeit war dieses Werk, das in verschiedenen, mitunter stark korrumpierten Fassungen überliefert ist, Telemann zugeschrieben, doch existieren Quellen, die auf die Autorschaft des Dresdner Organisten Christoph Ludwig Fehre hindeuten.
Als musikalische Eleven stehen dem „Schulmeister“ Kinder des Leipziger forum thomanum zur Seite. Das forum thomanum schließt eine Grundschule ein, die sich auch als Ausbildungsstätte für Thomaneranwärter versteht. Das Programm wird ergänzt durch Lieder und Oden Telemanns.

Gotthold Schwarz
Gotthold Schwarz (Bass)