Archiv

Das Archiv der "Sonntagsmusiken" bietet Informationen über die Konzerte ab Herbst 2011.

542. SONNTAGSMUSIK

04.12.2016 | 11.00

TELEMANN & LA FRANCE

Virtuose Kammermusik von Georg Philipp Telemann und seinen französischen Zeitgenossen Joseph Bodin de Boismortier, Jean Joseph Cassanea de Mondonville, Jean-Marie Leclair sowie Michel Blavet

Ensemble Diderot: Kristen Huebner (Traversflöte), Johannes Pramsohler (Violine), Roldán Bernabé (Violine), Gulrim Choi (Violoncello), Philippe Grisvard (Cembalo), Leitung: Johannes Pramsohler

 

Das 2008 von Johannes Pramsohler gegründete Ensemble Diderot ist in Paris beheimatet und widmet sich als Spezialensemble auf Originalinstrumenten vordergründig der Aufführung und Erforschung des Triosonaten-Repertoires aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Johannes Pramsohler, der beim 6. Internationalen Telemann-Wettbewerb 2011 in Magdeburg für sein exzellentes Violinspiel mit einem Preis ausgezeichnet wurde, hat sich zu einem der vielseitigsten Musiker seines Fachs entwickelt.
Das Ensemble gastiert in Magdeburg mit einem Programm, das Telemanns Concerto A-Dur für zwei Violinen in scordatur (mit umgestimmten Saiten, TWV Anh. 42:A1) und das Quatuor e-Moll (TWV 43:e2) aus der Musique de table sowie Kompositionen französischer Zeitgenossen enthält. Dazu zählt unter anderem ein Konzert des Flötenvirtuosen Michel Blavet, der allein 12 Exemplare der Musique de table subskibierte und zu den ersten Interpreten von Telemanns Nouveaux Quatuors (auch bekannt als Pariser Quartette) gehörte. Telemann seinerseits war ein großer Verehrer und Nachahmer des französischen Musikstils und unternahm 1737/38 eine erfolgreiche Reise nach Paris.

Ensemble Diderot
Ensemble Diderot

541. SONNTAGSMUSIK

06.11.2016 | 11.00

FÜHRWAHR, IHR SEID DOCH OCHSENMÄSSIG DUMM

Kompositionen von Georg Philipp Telemann und Christoph Ludwig Fehre, darunter die sogenannte Kanarienvogel-Kantate und die Kantate Der Schulmeister

Gotthold Schwarz (Bass), Grundschüler des forum thomanum (Leipzig), Sächsisches Barockorchester

 

Der international gefeierte Bariton Gotthold Schwarz, ausgewiesener Spezialist für Alte Musik und seit Juni 2016 Leipziger Thomaskantor, rückt weltliche Vokalmusik in den Mittelpunkt seines Konzertes. Dazu zählt neben der heiter-ironischen Trauer-Music eines kunsterfahrenen Canarienvogels, als derselbe zum größten Leidwesen seines Herrn Possessoris verstorben auch die bekannte Schulmeister-Kantate, in der ein mäßig talentierter, hauptsächlich selbstverliebter Kantor während der Singe-Stunde karikiert wird. Lange Zeit war dieses Werk, das in verschiedenen, mitunter stark korrumpierten Fassungen überliefert ist, Telemann zugeschrieben, doch existieren Quellen, die auf die Autorschaft des Dresdner Organisten Christoph Ludwig Fehre hindeuten.
Als musikalische Eleven stehen dem „Schulmeister“ Kinder des Leipziger forum thomanum zur Seite. Das forum thomanum schließt eine Grundschule ein, die sich auch als Ausbildungsstätte für Thomaneranwärter versteht. Das Programm wird ergänzt durch Lieder und Oden Telemanns.

Gotthold Schwarz
Gotthold Schwarz (Bass)

540. SONNTAGSMUSIK

02.10.2016 | 11.00

TELEMANN UND MAX REGER

Georg Philipp Telemann: Fantasien für Klavier
Max Reger: Präludium und Fuge h-Moll aus op. 99, Variationen und Fuge über ein Thema von Georg Philipp Telemann op. 134

Markus Becker (Klavier)

 

Aus Anlass des 100. Todesjahres von Max Reger erklingen in dieser Sonntagsmusik die pianistisch äußerst anspruchsvollen Variationen und Fuge über ein Thema von Georg Philipp Telemann op. 134. Reger komponierte das Werk 1914 in Meinigen und verwendete als Material einen Menuett-Satz aus Telemanns Musique de table.
Markus Becker, der das gesamte Klavierwerk Regers eingespielt hat, überzeugt im internationalen Konzertleben als gestaltungsmächtiger Interpret der Klavierliteratur von Bach bis Rihm, als ideenreicher Programmgestalter und Jazz-Improvisator. Regelmäßig gastiert er u.a. beim Klavierfestival Ruhr, Schleswig-Holstein Musik Festival und beim Kissinger Sommer. Er musiziert mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem RSB Berlin, den Rundfunkorchestern des NDR, WDR und SWR, dem BBC Welsh Orchestra unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Howard Griffiths, Michael Sanderling, Thierry Fisher. Seine Kammermusikpartner sind u.a. Albrecht Mayer, Nils Mönkemeyer, Adrian Brendel, Igor Levit, Sharon Kam und Alban Gerhardt. Für seine CD-Einspielungen erhielt Becker dreimal den ECHO-Klassik sowie den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und den Editor´s choice im britischen Fachblatt GRAMOPHONE.

Markus Becker
Markus Becker (Klavier)

539. SONNTAGSMUSIK

04.09.2016 | 11.00

ECHOPREISTRÄGER IM KONZERT

Georg Philipp Telemann, Antonio Vivaldi und Johann Georg Pisendel: Sonaten für Violine und Basso continuo
Georg Philipp Telemann: Sonate für Violoncello und Basso continuo

Stephan Schardt (Violine), Elisabeth Wand (Violoncello), Michael Borgstede (Cembalo)

 

Im Jahre 2014 wurden Stephan Schardt, Elisabeth Wand und Sonja Kemnitzer mit dem ECHO-Klassik in der Kategorie „Solistische Einspielung des Jahres“ ausgezeichnet. Ausschnitte aus dem Programm ihrer preisgekrönten CD stellen die Musiker im Konzert vor. Es handelt sich um Telemanns Violinsonaten – die Six Sonates a Violon seul (Frankfurt 1715) –, die er als erste Notenausgabe im eigenen Verlag veröffentlichte. Außerdem erklingen Telemanns Sonate für Violoncello (TWV 40:D6) aus dem Getreuen Music-Meister, eine der Ouverturen nebst zween Folgesätzen für Cembalo sowie virtuose Kammermusik von Antonio Vivaldi und Johann Georg Pisendel, dem mit beiden Komponisten befreundeten Konzertmeister am Dresdner Hof.
Stephan Schardt, langjähriger Konzertmeister des legendären Ensembles Musica Antiqua Köln unter der Leitung von Reinhard Goebel, glänzt mit musikalischer Verve und stilistisch differenzierten Interpretationen. Er wird begleitet von Elisabeth Wand, die sich als Cellistin in herausragenden Ensembles (z.B. Concerto Köln, Das Neue Orchester, Das Kleine Konzert) der Alten Musik widmet, und von dem gefragten Continuospieler Michael Borgstede.

Sonja Kemnitzer, Stephan Schardt, Elisabeth Wand
Sonja Kemnitzer (Cembalo),
Stephan Schardt (Violine)
und Elisabeth Wand (Violoncello)

538. SONNTAGSMUSIK

03.04.2016 | 11.00

VOLLES ROHR

Suiten für Bläser von Georg Philipp Telemann

L’Orfeo Bläserensemble

Carin van Heerden, Philipp Wagner (Oboe und Oboe d’amore), Stephan Katte, Sebastian Fischer (Horn), Nikolaus Broda (Fagott), Daniele Caminiti (Laute), Anne Marie Dragosits (Cembalo), Leitung: Carin van Heerden

 

Telemanns Œuvre umfasst etliche Werke für eine reine Bläserbesetzung. Diese vermutlich für die sogenannten „Hautboistenbanden“ als Freiluftmusik entstandenen Kompositionen stehen im Zentrum eines CD-Projektes, dessen Konzert- und Tonaufnahmen in Magdeburg stattfinden. Die Musiker sind Mitglieder des international agierenden L’Orfeo Barockorchesters, das 2012 Telemanns Oper Miriways in Magdeburg präsentierte. Carin van Heerden leitet das Institut für Alte Musik und Aufführungspraxis der Privatuniversität in Linz und war Jurorin beim Internationalen Telemann-Wettbewerb 2015.

L'Orfeo Bläserensemble tl_files/files/images/sonntagsmusik/Saison 2015-2016/SM April Carin van Heerden Foto_Franz_G_Szabo.jpg
L'Orfeo Bläserensemble Carin van Heerden (Leitung)  

537. SONNTAGSMUSIK

06.03.2016 | 11.00

ZARTBESAITETES

Werke von Georg Philipp Telemann, Carl Philipp Emanuel Bach und Carl Friedrich Abel

Rebeka Rusó (Viola da gamba) und Sebastian Wienand (Cembalo)

 

Im Mittelpunkt des Konzertes steht Sololiteratur für Viola da gamba und Cembalo. Außer Kompositionen von Telemann erklingen Werke aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der letzten künstlerischen Blütezeit der Gambe, zu deren wichtigsten Repräsentanten der Virtuose und Konzertveranstalter Carl Friedrich Abel in London gehörte. Mit Rebeka Rusó, Professorin an der Schola Cantorum Basiliensis und Jurymitglied des 8. Internationalen Telemann-Wettbewerbs, und dem gefragten Cembalisten Sebastian Wienand sind Musiker zu erleben, die sich auf den Konzertpodien der Welt zu Hause fühlen. 

ELTERN/KIND-KONZERT!
Mit musikalischem Programm zum Mitmachen im Roten Salon.
Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Kinder mitbringen!
"Wie viele Saiten hat ein Cello? - Musikalische Entdeckungen rund um das Cello"
mit der Musikpädagogin Claudia Bandarau (Konservatorium Magdeburg)
 
 
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Rebeka Rusó (Viola da gamba) Sebastian Wienand (Cembalo)

536. SONNTAGSMUSIK

07.02.2016 | 11.00

KIRCHENMUSIK(P)FUNDE

Unbekannte Werke aus Georg Philipp Telemanns „Jahrgang ohne Recitativ“

Cornelia Samuelis (Sopran), Susanne Krumbiegel (Alt), Tobias Hunger (Tenor), Gotthold Schwarz (Bass), Sächsisches Barockorchester, Leitung: Gotthold Schwarz

 

Nach langem Dornröschenschlaf werden in diesem Konzert Kompositionen aus einem kirchenmusikalischen Jahrgang Telemanns vorgestellt, dessen formale Besonderheit darin besteht, dass er keine Rezitative enthält (Palmarum, 2. und 3. Ostertag, Misericordias Domini: TVWV 1:131, 1:266, 1:785, 1:880). Den „Jahrgang ohne Recitativ“ komponierte Telemann für Johann Wilhelm von Sachsen-Eisenach, dessen „Kapellmeister von Haus aus“ er war. Basis des Konzertes ist ein jüngst erschienener Band der Telemann-Ausgabe. Aufgeführt werden die Werke von Spezialisten historisch informierter Aufführungspraxis, darunter dem amtierenden Leipziger Thomaskantor Gotthold Schwarz.

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Gotthold Schwarz (Bass)

 

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Gefördert durch die „Mitteldeutsche Barockmusik e.V.“ mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

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Interview zum Konzert mit R.-J. Reipsch (General-Anzeiger Magdeburg, 31.01.2016)

 

Interview zum Konzert mit R.-J. Reipsch (General-Anzeiger Magdeburg, 31.01.2016)

535. SONNTAGSMUSIK

03.01.2016 | 11.00

NEUJAHRSKONZERT MIT DREHLEIER

Kompositionen von Georg Philipp Telemann, Michel Corette, Joseph Bodin de Boismortier, Nicolas Chédeville

Concerto Zampogna

Christian Walter (Vielle/Drehleier, Blockflöte), Christine Trinks (Violine), Frederique Brillouin (Oboe, Oboe da caccia, Bassoboe), Martin Seemann (Violoncello), Gösta Funck (Cembalo)

 

Die Drehleier ist allgemein als Volksmusikinstrument bekannt. Im Zuge der aufkommenden Schäfermode erlebte sie im 18. Jahrhundert vor allem in Frankreich auch eine Blütezeit als Instrument der Aristokratie. Kompositionen und Lehrwerke für die Drehleier (französisch: Vielle) entstanden, auf zahlreichen Gemälden ist sie zu sehen, und viele Kompositionen nehmen auf ihre spezifischen Klang- und Spieleigenschaften Bezug. Das Programm zeigt die Vielseitigkeit der barocken Drehleier im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten. 

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Concerto Zampogna

PRESSEMELDUNG [...]

534. SONNTAGSMUSIK

06.12.2015 | 11.00

„SO HÖRET MEINEN GESANG“

Werke von Georg Philipp Telemann und Johann Heinrich Rolle auf Texte von Friedrich Gottlieb Klopstock

Antje Rux (Sopran), Susanne Langner (Alt), Tobias Hunger (Tenor), Ingolf Seidel (Bass),

Leipziger Concert, Leitung: Siegfried Pank

 

Telemann war einer der ersten, der die überaus modernen Texte Klopstocks in Musik brachte. Zwei Kompositionen aus dem Messias-Epos sowie die Pfingstkantate „Komm, Geist des Herrn“ mit einer Liedparodie des Dichters zeigen, wie originell er 1759 die anspruchsvolle Poesie vertonte. Auch der Magdeburger Musikdirektor Johann Heinrich Rolle setzte sich mit Dichtungen Klopstocks auseinander. Die Musikalische Elegie David und Jonathan aus dem Trauerspiel Salomo wurde 1766 in Magdeburg uraufgeführt. Beide Komponisten fanden formale Lösungen, die von der üblichen Kantatenform weit entfernt sind. Das hochrangig besetzte Konzert wird geleitet vom Telemann-Preisträger des Jahres 2012.

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Siegfried Pank (Leitung)

 

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Gefördert durch die „Mitteldeutsche Barockmusik e.V.“ mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

533. SONNTAGSMUSIK

01.11.2015 | 11.00

FRANKOPHILES

Kompositionen von Georg Philipp Telemann und Jean-Philippe Rameau

Il Nuovo Concerto

Ursula Garnier (Violine), Delphine Leroy (Traversflöte), Claire Gobillard (Viola da gamba, Violoncello), Jean-Luc Tamby (Galichon), Pascal Dubreuil (Cembalo und Leitung)

 

Werke Telemanns, des großen Liebhabers französischer Musik, und Rameaus, des bedeutenden französischen Komponisten des 18. Jahrhunderts, stehen im Blickpunkt des Konzertes. Es erklingen Kompositionen für konzertierendes Cembalo, Violine, Traversflöte und Basso continuo – eine Besetzung, die beide Komponisten mit großartigen Sammlungen bedacht haben. Das französische Ensemble Il Nuovo Concerto nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Reise nach Paris und erinnert an Telemanns dortigen Aufenthalt 1737/38.

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Pascal Dubreuil (Cembalo und Leitung)