23. Magdeburger Telemann-Festtage - Eröffnungskonzert und Preisverleihung

10.03.2016 09.52

Pressemitteilung

23. Magdeburger Telemann-Festtage
Eröffnungskonzert und Verleihung des Georg-Philipp-Telemann-Preises der Landeshauptstadt Magdeburg
Fr., 11.3., 18.30 Uhr, Theater Magdeburg/Opernhaus
 
 

Eröffnungskonzert und Preisverleihung

Mit der Verleihung des Georg-Philipp-Telemann-Preises der Landeshauptstadt Magdeburg an den Bariton Klaus Mertens im Rahmen des Eröffnungskonzertes beginnen am kommenden Freitag, 11.3., die 23. Magdeburger Telemann-Festtage. Die Veranstaltung im Opernhaus beginnt um 18.30 Uhr.

Auf dem musikalischen Programm, das Telemanns überbordende Fantasie, Konzerthaftes und Konzertierendes in verschiedene „Gewänder“ kleidet, stehen die Ouverturensuite D-Dur TWV 55:D1 aus der „Tafelmusik“, das Concerto F-Dur TWV 51:F1, das Divertimento B-Dur TWV 50:23 sowie die Ino-Kantate TVWV 20:41. Erst im Sommmer erschien eine CD-Einspielung dieses Bravourstücks jeder guten Sopranistin mit der jungen Wahlschweizerin Ana Maria Labin und dem Ensemble „La Stagione Frankfurt“ unter der Leitung von Michael Schneider. Schneider dirigiert am Freitag zum wiederholten Male die Magdeburgische Philharmonie.
Mit dem Georg-Philipp-Telemann-Preis 2016 an Klaus Mertens würdigt die Landeshauptstadt Magdeburg den außerordentlich intensiven Umgang des renommierten Sängers mit Telemanns Vokalwerk. Insbesondere Mertens’ Interpretationen von Liedern, Kantaten und Oratorien setzen Maßstäbe und offenbaren sein besonderes Verständnis für Stil und Duktus der barocken Sprache und Telemanns Vokalmusik. Das Werk Telemanns kommt der Vielseitigkeit des 1949 in Kleve geborenen Sängers und seiner Offenheit Neuem gegenüber vollkommen entgegen. Immer wieder greift Mertens auf Werke Telemanns zurück, die in seiner Interpretation nicht selten erstmals in unserer Zeit erklingen. Beispielhaft ist aber auch seine Art, Bekanntes neu zu durchdringen und zu präsentieren, um dem Werk Telemanns besondere Wirkungsmöglichkeiten sowie dem Publikum neue musikalische Aspekte zu eröffnen. Mit unverwechselbarer Ausdrucksstärke, angenehm warmer Stimme, Textgespür und überzeugender Art des Musizierens ist Klaus Mertens national und international ein exzellenter Botschafter für die Musik Georg Philipp Telemanns sowie einer der bedeutendste Telemannsänger unserer Zeit. Der Preis wird von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper überreicht. Die Laudatio auf den Preisträger hält Ludger Rémy, Professor für Alte Musik an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden.
Der Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg wird in diesem Jahr zum 30. Mal vergeben. Mit ihm würdigt die Stadt seit 1987 jährlich hervorragende Leistungen im Hinblick auf Interpretation, Pflege und Erforschung von Leben und Werk Georg Philipp Telemanns. Er besteht aus einer Bronzeplakette, einer Urkunde und einer Dotation in Höhe von 2.500 Euro.
Zu den bisherigen Preisträgern zählen Ludwig Güttler, Martin Ruhnke, Wolf Hobohm, der vor wenigen Tagen verstorbene Nikolaus Harnoncourt, René Jacobs, der Bärenreiter-Verlag und der Carus-Verlag. Im vergangenen Jahr erhielt der Amadeus-Verlag Winterthur (Schweiz) den Georg-Philipp-Telemann-Preis.
 
Das größte internationale Musikfestival der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts gewährt in diesem Jahr Einblicke in die vielfältigen Begabungen des 1681 in Magdeburg geborenen Komponisten Georg Philipp Telemann. Unter dem Motto „Telemann und das Konzert“ präsentieren die 23. Magdeburger Telemann-Festtage vom 11. bis zum 20. März 2016 sowohl Werke, die Telemann einst selbst als Konzertveranstalter seinem Publikum dargeboten hat als auch solche Kompositionen, die einen breiten Einblick in Telemanns fantasievollen Umgang mit konzertierenden Prinzipien geben. Diese Mehrdeutigkeit des Begriffes „Konzert“ wird zudem Thema der begleitend stattfindenden internationalen Fachkonferenz mit Experten aus den USA, Japan, der Schweiz und Deutschland sein. In den 50 Veranstaltungen werden mehr als 500 Künstlerinnen und Künstler aus mehr als 20 Nationen erwartet. Zu den herausragenden musikalischen Ereignissen des zehntägigen Festivals gehören zweifellos die Erstaufführungen von vier Kirchenmusiken aus dem sogenannten Concerten-Jahrgang, die vom Zentrum für Telemannpflege und -Forschung neu ediert worden sind. Ebenfalls mit Spannung erwartet wird die Erstaufführung der von Thomas Fritzsch entdeckten Telemannschen „12 Fantasien für die Viola da Gamba“, die als gedruckte Sammlung 1735 in Telemanns Verlag erschienen sind. Der Gambist wird die zwölf Kompositionen, verteilt auf zwei Konzerte, während der Telemann-Festtage nicht nur als Welterstaufführung erklingen lassen, sondern auch die CD-Einspielung und die Edition des sensationellen Funds vorlegen.
Im umfangreichen Festivalprogramm befinden sich nicht nur Konzerte und Opernaufführungen – in diesem Jahr Telemanns selten aufgeführte Oper „Damon“ als deutsch-französische Koproduktion, über die der französische Botschafter Philippe Etienne die Schirmherrschaft übernommen hat –, sondern auch musikalische Spaziergänge und eine zweitägige international besetzte Fachtagung.
 
Informationen und Kartenservice
Tel. 0341/14 990 758
www.telemann.org
 
 
 
 
 

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Programm Magdeburger Telemann-Festtage 2018 veröffentlicht

2. November 2017:
Pressekonferenz zu den Magdeburger Telemann-Festtagen 2018: Telemann-Preisträger 2018 wird Thomaskantor Gotthold Schwarz ( Leipzig)

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