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Veranstaltungen

Prof. Howard Arman (GB) | Juryvorsitz

Foto: Astrid Ackermann

Der Englische Dirigent und Komponist Howard Arman studierte am Trinity College of Music in London. Er ist regelmäßig zu Gast bei Orchestern, Opernhäusern und Festivals in ganz Europa. So wirkt er seit 1995 bei den Salzburger Festspielen, seit 2011 beim Lucerne Festival und seit 1996 bei den Händel-Festspielen in Halle mit. Für die Neuformierung des Händelfestspielorchesters Halle zu einem mit historischen Instrumenten musizierendem Ensemble wurde Howard Arman 1996 mit dem Händel-Preis geehrt.

Er war zudem Künstlerischer Leiter der Festwochen der Alten Musik in Innsbruck, Generalmusikdirektor des Opernhauses Altenburg-Gera und, von 2011 bis 2016, Musikdirektor des Luzerner Theaters, wo er u.a. Mozarts Le nozze di Figaro, Bellinis Norma, Bizets Carmen und Strauss’ Ariadne auf Naxos ebenso wie das Tanztheater Metamorphosen (mit eigenen Kompositionen) und die Uraufführung von Johannes Maria Stauds Die Antilope leitete. Als erster Gastdirigent am Gärtnerplatztheater in München dirigierte er Werke von Barockoper bis hin zu Donizettis Anna Bolena, Puccinis Tosca und Johann Strauss‘ Wiener Blut.

Von 2011 bis 2022 war Howard Arman Künstlerischer Leiter des Chores des Bayerischen Rundfunks und bis 2020 Professor für Orchesterleitung an der Musikhochschule Luzern.

Seine umfangreiche Diskographie enthält die mit Preisen geehrten Einspielungen von Rachmaninows Das große Abend- und Morgenlob sowie Grauns Der Tod Jesu.

Prof. Bernarda Fink (ARG/AUT)

Foto: Shirley Suarez

Die Mezzosopranistin Bernarda Fink wurde als Kind slowenischer Eltern in Buenos Aires geboren und erhielt ihre Ausbildung am Instituto Superior de Arte del Teatro Colón.

Zu den ersten künstlerischen Erfolgen an wichtigen Opernhäusern Europas und in ihrer argentinischen Heimat gehören Cecilio in Mozarts Lucio Silla unter Nikolaus Harnoncourt am Theater an der Wien, Idamante in Mozarts Idomeneo im Teatro Real in Madrid und Irene in Händels Theodora unter Ivor Bolton bei den Salzburger Festspielen sowie Geneviève in Debussys Pelleas et Melisande an der Wiener Staatsoper.

Heute wird sie von den bedeutendsten Orchestern wie den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra, den Staatskapellen Berlin und Dresden, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Cleveland Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra sowie von führenden Barockorchestern eingeladen und singt unter so namhaften Dirigenten wie Barenboim, Blomstedt, Bychkov, Chailly, Gardiner, Gergiev, Haitink, Jacobs, Jansons, Muti, Pinnock, Prêtre, Rattle, Welser-Möst u. a. Mit ihrem breiten Repertoire vom Barock bis ins 20. Jahrhundert zählt sie zu den gefragtesten Konzert- und Liedsängerinnen.

Viele ihrer über 50 Aufnahmen wurden mit namhaften Preisen wie dem Diapason d’Or oder einem Grammy ausgezeichnet. Im Jahr 2006 erhielt Bernarda Fink das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst, 2013 den Preis der Prešeren-Stiftung, die höchste kulturelle Auszeichnung, die Slowenien zu vergeben hat, und 2014 den Titel Österreichische Kammersängerin.

Prof. Peter Kooij (NL)

Foto: Marco Borggreve

Peter Kooij begann seine musikalische Laufbahn im Alter von sechs Jahren und sang als Knabensopran zahlreiche Solopartien in Konzerten und Rundfunkaufnahmen. Nach einem Violinstudium am Utrechter Konservatorium studierte er Gesang bei Max van Egmond am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam.

Konzerte führten Peter Kooij in die wichtigsten Musikzentren der Welt, wie z. B. Concertgebouw Amsterdam, Musikverein Wien, Carnegie Hall New York, Royal Albert Hall London, Teatro Colon Buenos Aires, Berliner und Kölner Philharmonie, Palais Garnier Paris, Suntory Hall und Casals Hall Tokio, wo er unter der Leitung von u. a. Philippe Herreweghe, Ton Koopman, Frans Brüggen, Gustav Leonhardt, René Jacobs, Sigiswald Kuijken, Roger Norrington und Iwan Fisher sang.

Neben allen vokalen Werken Johann Sebastian Bachs umfasst sein umfangreiches Repertoire Werke von Heinrich Schütz bis Anton Webern und wird durch mehr als 180 CD-Produktionen dokumentiert. Von BIS Records wurde er für die Gesamtaufnahme der Bach-Kantaten mit dem Bach Collegium Japan unter der Leitung von Masaaki Suzuki eingeladen.

1999 gründete Peter Kooij das Kammerorchester De Profundis, das sich zum Ziel setzte, Sängerinnen und Sänger im Hinblick auf die historische Aufführungspraxis adäquat zu begleiten. Im gleichen Jahr rief er zudem das Vokalensemble Sette Voci ins Leben.

Peter Kooij unterrichtete am Sweelinck-Conservatorium in Amsterdam, am Koninklijk Conservatorium in Den Haag), an der Tokyo University of Fine Arts and Music sowie an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und an der Hochschule für Künste Bremen. Zudem gibt er regelmäßig Meisterkurse in Deutschland, Frankreich, Portugal, Spanien, Belgien, Finnland und Japan.

Im Jahr 2016 erhielt Peter Kooij die Bach-Medaille der Stadt Leipzig.

Prof. Benno Schachtner (DE)

Foto: Lucian Hunziker

Benno Schachtner wurde 1984 in Illertissen geboren. Er studierte zunächst Kirchenmusik an der Hochschule für Musik Detmold in der Orgelklasse von Gerhard Weinberger und schloss diesen Studiengang 2009 mit Diplom ab. Nach einem Gesangsstudium von 2009 bis 2010 bei Heiner Eckels in Detmold, beendete er 2012 sein Gesangsstudium an der Schola Cantorum in Basel bei Ulrich Messthaler.

Der Countertenor zählt zu den führenden Sängern seines Fachs. Zu den wichtigsten Verpflichtungen zählen sein Debüt in der Carnegie Hall New York mit Werken von Johann Sebastian Bach, sein Debüt am Theater an der Wien in einer Neuproduktion von Händels Teseo sowie sein Debüt an der Opéra de Paris in einer Neuproduktion von Scarlattis Il primo omicidio in der Regie von Romeo Castellucci, jeweils unter der Leitung von René Jacobs. Er gab Konzerte u. a. mit dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Collegium 1704, dem RIAS Kammerchor, dem Helsinki Baroque Orchestra, dem B’Rock Orchestra (u.a. in einer konzertanten Aufführung von Telemanns Orpheus) und dem Orchestra of the Age of Enlightment. Ein treibender Motor seiner künstlerischen Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit René Jacobs und Václav Luks.

Seine Diskographie umfasst u. a. Aufnahmen von Bachs Johannes-Passion, Händels Messiah sowie das Soloalbum Clear & Cloudy mit Songs von Dowland, Purcell und Hume.

Seit April 2020 ist Benno Schachtner Professor für Historischen Gesang an der Hochschule für Künste in Bremen. Von 2016 bis 2020 unterrichtete er an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim das Fach Historische Aufführungspraxis.

Prof. Markus Schäfer (DE)

Foto: Nicolas Kröger

Markus Schäfer studierte Gesang und Kirchenmusik in Karlsruhe und Düsseldorf bei Armand McLane. Nach dem Besuch des Opernstudios am Opernhaus in Zürich gab er dort sein Debüt und erhielt sein erstes Engagement. Es folgten Stationen als Ensemblemitglied an der Hamburgischen Staatsoper sowie an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf.

Der lyrische Tenor erlangte als versierter Interpret von Mozartpartien, als Evangelist in den Passionen Johann Sebastian Bachs sowie mit Partien in den großen Oratorien des 19. Jahrhunderts internationales Renommee. Zu den zahlreichen Dirigenten mit denen er zusammenarbeitete, gehören u. a. Jos van Immerseel, René Jacobs, Sigiswald Kuijken, Frans Brüggen, Paul McCreesh, Hermann Max, Philippe Herreweghe, Kent Nagano und Kirill Petrenko. Besonders prägend war die lange Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt. Markus Schäfer fühlt sich insbesondere der Historischen Aufführungspraxis verbunden und konzertiert regelmäßig mit Concentus Musicus Wien, Anima Eterna Brügge, der Akademie für Alte Musik Berlin, der Nederlandse Bachvereniging, der Rheinischen Kantorei und Concerto Köln. Als Liedinterpret feierte er Erfolge u. a. in New York, Wien und London sowie bei den Schubertiaden Feldkirch und Schwarzenberg und dem Heidelberger Frühling.

Zahlreiche preisgekrönte CD-Aufnahmen (u. a. Grammy für die Matthäus-Passion unter Leitung von Nikolaus Harnoncourt) sowie Rundfunkproduktionen dokumentieren das breite musikalische Spektrum von Markus Schäfer, das neben Barockmusik, klassischen und romantischen Werken auch Uraufführungen zeitgenössischer Musik beinhaltet.

Seit 2008 unterrichtet Markus Schäfer Gesang an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Prof. Elisabeth Scholl (DE)

Foto: Karl Forster

Die Sopranistin Elisabeth Scholl begann ihre sängerische Laufbahn in ihrem Heimatort bei den Kiedricher Chorbuben, einem Knabenchor mit über 650-jähriger Choraltradition.

Nach ersten solistischen Erfahrungen u.a. als Erster Knabe in Mozarts Zauberflöte am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden begann sie ihre sängerische Ausbildung bei Prof. Eduard Wollitz. Sie studierte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Musikwissenschaft, Anglistik und Kunstgeschichte und spezialisierte sich anschließend an der Schola Cantorum Basiliensis bei Richard Levit und René Jacobs als Sängerin im Bereich Barockgesang/historische Aufführungspraxis.

Sie sang mit den führenden Ensembles der europäischen Alte Musik-Szene (Modo Antiquo, Anima Eterna, Cantus Cölln, Concerto Köln, Akademie für Alte Musik Berlin, Freiburger Barockorchester Academia Bizantina u.v.m.) und war unter der Leitung von René Jacobs, Philippe Herreweghe, Federico Maria Sardelli, Ton Koopman, György Vashegyi u.a. bei zahlreichen Festivals und europäischen Opernhäusern zu Gast.

Seit 2009 unterrichtet sie als Professorin für Gesang und Barockgesang, zunächst an der Hochschule für Musik Nürnberg und seit 2018 an der Hochschule für Musik Mainz. Dort leitet sie seit 2022 die Barock Vokal Akademie, ein Exzellenzprogramm für Alte Musik für junge Sängerinnen und Sänger.