Telemann-Pokal

1995 stiftete der Arbeitskreis einen "Telemann-Pokal". Er wurde von der Glasgestalterin Marlies Ameling entworfen und in der Glasmanufaktur Harzkristall GmbH Derenburg hergestellt. 

Auf einer Seite ist Telemanns Vers "Lust und Fleiß kann Wege finden..", auf der anderen das Eingangsmotiv "Jauchze, jubilier und singe" aus dem gleichnamigen Oratorio der Hamburger Bürgerkapitänsmusik von 1730 eingraviert.

Bisher wurden folgende Persönlichkeiten des Magdeburger Musiklebens mit dem Pokal geehrt:

  • Prof. Dr. Willi Maertens (geb. 1915) anlässlich seines 80. Geburtstages 1995. Willi Maertens ist Mitbegründer des Arbeitskreises und hat als Dirigent zahlreiche Werke Telemanns aufgeführt, als Musikwissenschaftler publizierte er über Telemannthemen und promovierte mit einer Arbeit über "Telemanns Hamburger Kapitänsmusiken".
  • Siegfried Schwantes (1905-2002) zum 90. Geburtstag. Siegfried Schwantes war Mitbegründer des Arbeitskreises und gründete das Collegium musicum Magdeburg, das zahlreiche Werke Telemanns zur Aufführung brachte.
  • Generalmusikdirektor Roland Wambeck (geb. 1926), anlässlich seines 70.Geburtstages 1996. Generalmusikdirektor Roland Wambeck war Chefdirigent des Städtischen Orchesters und Künstlerischer Leiter des Musiktheaters der Städtischen Bühnen Magdeburg von 1968 bis 1992 sowie Vorsitzender des Arbeitskreises von 1986 bis 1991. Er leitete den Arbeitskreis in kulturpolitisch nicht leichten Zeiten mit Umsicht und sicherte eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Magdeburger Theater und Orchester und dem Arbeitskreis.
  • Prof. Dr. Günter Fleischhauer (1928-2002) zu seinem 70. Geburtstag (1998). Günter Fleischhauer war einer der Initiatoren der 1. Magdeburger Telemann-Festtage und hat zunächst als Assistent, dann wissenschaftlicher Mitarbeiter, Dozent und Lektor am Institut für Musikwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg durch seine Lehrtätigkeit wie auch zahlreiche Veröffentlichungen und Werkausgaben wichtige Impulse gegeben.
  • Gustav Kletzke (geb. 1923) zu seinem 75. Geburtstag (1998). Gustav Kletzke, einer der Gründungs- und Leitungsmitglieder des Arbeitskreises wirkte hauptberuflich als Musikerzieher an der Magdeburger Musikschule. Als Leiter des Jugendzupforchesters Dahlenwahrsleben arrangierte er viele Kompositionen Telemanns für diese Besetzung und brachte sie regelmäßig zur Aufführung.
  • Bernd Musil (geb. 1936) und Helge Scholz (geb. 1962) aus Anlass des 40-jährigen Bestehens des Arbeitskreises 2001. Bernd Musil, als Cellist bis 2001 Mitglied der Magdeburgischen Philharmonie, begann als einer der ersten Magdeburger Interpreten auf alten Instrumenten zu spielen (Viola da gamba) und gründete 1976 das telemann consort. Helge Scholz ist Lehrer für Violine am Konservatorium "Georg Philipp Telemann", war Leiter des Jugendsinfonieorchesters sowie des Kammerorchesters des Konservatoriums. Er setzt sich engagiert für Jugendprojekte mit Telemanns Musik ein.
  • Dr. Wolf Hobohm (geb. 1938) aus Anlass seines 70. Geburstages am 8. Januar 2008. Wolf Hobohm gehört seit 1961 zur Leitung des Arbeitskreises. Von 1978 bis 2003 war er Leiter des Zentrums für Telemann-Pflege und -Forschung. Er veröffentlicht grundsätzliche Arbeiten über die Musik und zur Biographie Telemanns und setzt sich für die Verbindung von Musikwissenschaft und Musikpraxis ein. Die Magdeburger Telemannpflege und -forschung hat er maßgeblich geprägt und ihr internationale Reputation verschafft.
  • Günter Bust (1930-2005) am 1. Februar 2005 (Eröffnung der Wanderausstellung "Telemann-Pflege und -Forschung in Magdeburg"). Günter Bust war von 1968 bis 1995 Direktor der Musikschule "Georg Philipp Telemann" und hat sich in dieser Funktion sowie als Leitungsmitglied des Arbeitskreises und darüber hinaus ideenreich und engagiert für die Popularisierung der Musik Telemanns eingesetzt. Ihm ist es zu verdanken, dass mit der Einrichtung des Sekretariats des Arbeitskreises unter dem Dach der Musikschule im Jahre 1969 die institutionelle Telemannpflege in Magdeburg beginnen und zu einer kulturpolitischen Größe in der Stadt Magdeburg werden konnte, die letztendlich zur Gründung des "Zentrums für Telemann-Pflege und -Forschung" führte.
  • Rotraud Bense (geb. 1926) im Rahmen der 400. Sonntagsmusik am 5. November 2001. Die Blockflötistin Rotraud Bense wirkte bereits in der 1. Sonntagsmusik am 5. November 1961 mit, seither in zahlreichen Sonntagsmusiken und zu Telemann-Festtagen und hat in vielen Konzerten mit unterschiedlichen Ensembles sich besonders der Musik Telemanns gewidmet.
  • Michael Scholl (geb. 1964) in der 470. Sonntagsmusik am 7. Dezember 2008. Seit 1989 ist Michael Scholl in Biederitz sowie zusätzlich seit 1991 in Magdeburg als Kirchenmusiker angestellt. Mit den von ihm gegründeten Chören, der Biederitzer Kantorei und dem Kammerchor der Biederitzer Kantorei, führt er regelmäßig geistliche Werke Telemanns auf. 
  • Christine Sommer (geb. 1935) im Vorfeld der 505. Sonntagsmusik am 6. Mai 2012. Christine Sommer war als Lehrerin in Magdeburg tätig und ist seit 1961 Mitglied des Telemann-Arbeitskreises. Sie war mehrere Jahre Mitlgied der Revisionskommission und später Stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Von 1993 bis zum April 2012 stand sie dem Arbeitskreis als Vorsitzende vor. Engagiert setzte sie sich während ihrer Vorstandstätigkeit für den Verein und die Magdeburger Telemannpflege ein. Ihr besonderes Augenmerk galt der Verbreitung von Telemanns Musik in der Schule.