Treffen der Telemann-Gesellschaften

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  • Rückblick 2007
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Zukünftige Treffen

Derzeit sind keine Treffen der Telemann-Gesellschaften geplant. 

Rückblick 2007

Treffen der Telemann-Gesellschaften 2007 in Frankfurt am Main

Gästehaus der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
Mitgliederversammlung der Telemann-Gesellschaft e.V. (Internationale Vereinigung)


Vorträge

  • Nina Eichholz (Frankfurt am Main): Telemanns Kantaten auf Texte von Gottfried Behrndt
  • Dr. Christiane Jungius (Termen, Schweiz): Telemanns „Frankfurter Kantantenjahrgänge“
  • Dr. Simon Rettelbach (Frankfurt am Main): Trompeten, Hörner und Clarinetten in der in Frankfurt am Main überlieferten so genannten ordentlichen Kirchenmusik G. P. Telemanns

Konzert in der Alten Nikolaikirche am Römerberg
La Stagione Frankfurt
Leitung: Michael Schneider

Neu edierte Bläserkonzerte von Georg Philipp Telemann nach Manuskripten aus derHessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt

Rückblick 2005

Samstag, 01.10.2005

  • 10:30 Uhr: Mitgliederversammlung der Telemann-Gesellschaft e.V.
  • 13:00 Uhr: Präsentation von Beständen der Musiksammlung unter besonderer Berücksichtigung der "Telemanniana" (Dr. Jürgen Neubacher, Leiter der Musik- und Handschriftenabteilung der Staats- und Universitätsbibliothek "Carl von Ossietzky" Hamburg)
  • 15:30 - 18:00 Uhr: Historischer Stadtrundgang auf den Spuren Telemanns (mit Egon Hermann M.A., stellv. Vorsitzender der Hamburger Telemann-Gesellschaft)
  • 20:00 Uhr: 
  • Festliches Konzert mit Werken von Georg Philipp Telemann, Johann Schop, Georg Friedrich Händel, Ausführende: Paul Gerhard Adam (Altus), Thomas Pietsch (Barockvioline), Barbara Hoffmann (Viola da gamba), Dagmar Lübking (Cembalo und Orgel), Jupiter-Ensemble Hamburg

Sonntag, 02.10.2005

  • 10:00 Uhr: "Telemann - ein Musiker zwischen Festanstellung und freiem Schaffen"- Vortrag von Prof. Dr. Gisela Jaacks, Direktorin des Museums für Hamburgische Geschichte
  • 11:00 Uhr: Konzert in der Kaufmannsdiele, Werke von Georg Philipp Telemann, Ausführende: Frauke Hess (Viola da gamba, Preisträgerin des 3. Internationalen Telemann-Wettbewerbs 2005), Waltraud Gumz (Viola da gamba), Giesela Gumz (Cembalo)

Rückblick 2004

Treffen der Telemann-Gesellschaften 2004 in Bad Pyrmont

Bad Pyrmont. Georg Philipp Telemann (1681 - 1767), Kapellmeister, Komponist und Verleger, seit 1721 Director musices in Hamburg und seit 1722 Leiter der Hamburger Oper, galt zu seiner Zeit als der größte deutsche Musiker und wurde über die Grenzen Deutschlands hinaus bewundert. In Bad Pyrmont hat er sich viel häufiger als bisher belegt und vermutet zur Kur aufgehalten, nämlich während der Jahre 1731 bis 1734, 1736, 1742, 1751 bis 1753 und möglicherweise noch einmal 1759.
In der Kurstadt hat er 1731 im Beisein des Fürsten von Waldeck zum ersten Mal mit Musikern der Arolser Hofkapelle im Schloss musiziert und Kontakte gepflegt mit Persönlichkeiten, die für ihn von Bedeutung waren.

1734 erschienen seine „Scherzi melodichi“, heute bekannt als „Pyrmonter Kurwoche“ – eine musikalische Hommage an das sommerliche Ambiente der Badestadt. Und doch ist Bad Pyrmont heute nicht eingebunden in das illustre Netzwerk der Telemann-Städte wie Magdeburg, Leipzig, Eisenach, Frankfurt am Main, Hamburg, Dresden, Paris und Krakau. Das aber soll sich ändern! In Zusammenarbeit mit und gefördert von der Musikbad Pyrmont Kulturstiftung fand jetzt das Treffen der Telemann-Gesellschaften 2004 statt.

Begrüßt wurden die Gäste an historischer Stätte, im Tischbeinsaal der Beletage, in den Räumen, in denen Telemann damals musiziert hat: Bürgermeister Klaus-Henning Demuth für die Stadt Bad Pyrmont, Titus Malms für die Kulturstiftung, Prof. András Szekely aus Budapest und Prof. Dr. Friedhelm Brusniak für die Internationale Vereinigung der Telemann-Gesellschaft e. V.

Musikalisch gerahmt wurde diese Eröffnung durch Arndt Jubal Mehring, der Solofantasien für Traversflöte von Telemann spielte. Ein Rundgang durch die Stadt und den Kurpark vermittelte den Gästen einen Eindruck des „Telemannortes“. Er endete im Konzerthaus. Hier erläuterte Oliver Kluge, Stadtkirchen- Organist und für die Konzerthausorgel verantwortlich, die Pläne für deren Restaurierung, ein Hauptanliegen der Stiftung, weil dieses Instrument nach den Vorstellungen des damaligen Architekten mit zur Ausgestaltung des Raumes gehört. Der Vortrag von Prof. Dr. Brusniak über Telemann und die fürstlich-waldeckische Hofmusik in Bad Pyrmont gab über die Aufgaben und Pflichten der Musiker hinaus einen Einblick in die Verflechtung des Musikbetriebes der Residenzen untereinander, Ausführungen, die auch für historisch interessierte Nichtmusiker in Pyrmont spannend gewesen wären. Und wie vor 300 Jahren war die heutige „Kleine Hofkapelle Arolsen“ (Leitung: Rainer W. Böttcher) angereist und führte mit Werken von Georg Philipp Telemann und dessen Zeitgenossen aus Waldecker Zeit in das damalige Flair. Natürlich schloss der wissenschaftliche Themenkomplex „Musik in Gärten und Parks“ mit detaillierten Informationen über Telemanns Liebhaberei, seine Blumen. Ralph- Jürgen Reipsch (Magdeburg) berichtete über Telemanns Garten und authentische vorliegende Blumenlisten. Daraus entstand die Idee, solch einen Garten in Bad Pyrmont anzulegen. Mit Sicherheit eine Touristenattraktion, aber noch nicht realisierbar bis zum Jahre 2006. Denn da jährt sich zum 300. Male die erste dokumentarisch verbriefte Alleemusik im Park. Das müsste mit einem großen Fest in Bad Pyrmont gefeiert werden. Auf die Initiativen der Musikbad Pyrmont Kulturstiftung kann man zählen!

Eröffnungsveranstaltung

Arndt Jubal Mehring musizierte bei der Eröffnungsveranstaltung zum Treffen der Telemann-Gesellschaft im Schloss – genau dort, wo einst der Komponist selbst mit der Arolser Hofkapelle gespielt hatte. Foto: lp

© Winfried Kühne, Pyrmonter Nachrichten, 05.10.2004